Grundlagen der Schmutzfrachtberechnung
Praxis und aktuelle Regelwerke
21. September 2010 in Hannover
27. September 2010 in Stuttgart
28. September 2010 in Wiesbaden
11. Oktober 2010 in Würzburg
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Die Sanierung bestehender Entwässerungssysteme ist die wichtigste Zukunftsaufgabe der Siedlungswasserwirtschaft. Neben der baulichen und hydraulischen Zustandsbewertung ist auch die Ermittlung der Gewässerbelastung durch Einleitungen aus Entlastungsbauwerken, Kläranlagen aber auch durch Regenwassereinleitungen aus Trennkanalisationen eine wichtige Grundlage für Sanierungsentscheidungen. Die Konzeption der Bauwerke und der Nachweis der zulässigen Einleitemengen und -frachten ist eine wichtige Ingenieuraufgabe. Es geht z.B. um

• die Vermeidung von Regenabfluss in die Kanalisation
die Berücksichtigung netz- und gebietsspezifischer Größen wie Niederschlag, Fließzeit, Gefälle, Starkverschmutzer, Kanalspeichervolumen und Trennsysteme
• die Drosselung des Mischwasserabflusses auf ein für die Kläranlage unschädliches Maß
• die Optimierung der Gesamtwirkung von geplanten Einzelmaßnahmen
• die Erweiterung vorhandener Mischwasserbehandlungskonzepte durch zusätzliche Regenüberlaufbecken und deren Einpassung in das vorgegebene System.

Während bei kleineren Systemen die Bemessung der erforderlichen Bauwerke mit einfachen Diagrammen bewerkstelligt werden kann, geht bei komplexeren Systemen kein Weg an einer Schmutzfrachtberechnung vorbei. In der Vergangenheit wurden einige Schmutzfrachtberechnungs- modelle auf dem Markt eingeführt; zu den bekannteren zählen die Programme KOSIM, SMUSI und MOMENT.

Anders als bei der Kanalnetzberechnung sind bei der Schmutzfrachtberechnung aktuell keinerlei Bestrebungen hinsichtlich einer europaweiten Harmonisierung der Anforderungen erkennbar. Vielmehr existieren selbst innerhalb von Deutschland nahezu in jedem Bundesland unterschiedliche Regelungen und Vorgaben. Als wichtigste nationale Richtlinie ist nach wie vor das ATV Arbeitsblatt 128 (Richtlinien für die Bemessung und Gestaltung von Regenentlastungsanlagen in Mischwasserkanälen) aus dem Jahre 1992 zu nennen.

Im Rahmen des Workshops werden die aktuellen Regelwerke sowie die jeweiligen Länderregelungen nach einer kurzen Auffrischung der theoretischen Grundlagen der Schmutzfrachtberechnung praxisorientiert behandelt. Die Vorträge und Präsentationen zu den unterschiedlichen Themen werden dabei durch die aktive Mitarbeit der Teilnehmer anhand von praktischen Übungsbeispielen im Workshop unterstützt. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ein gutes Forum zur Diskussion und zum fachlichen Austausch.

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Kommunen, Aufsichtsbehörden und Betreiber, die entweder selbst Berechnungen durchführen oder diese beauftragen, prüfen und bewerten. Ziel des Workshops ist es, möglichst modell-unabhängige Grundlagen der Schmutzfrachtberechnung und Aktuelles aus den maßgebenden Regelwerken zu vermitteln.

Zur eigenständigen Bearbeitung der Übungsaufgaben werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars gebeten, einen wissenschaftlichen Taschenrechner mitzubringen. Die Übungen werden den Teilnehmer im Vorfeld der Veranstaltung auch als Excel-Datei zur Verfügung gestellt, so dass die Möglichkeit der Vor- und Nachbereitung besteht
Veranstaltungsort:
Genaue Angaben zur Anreise erhalten Sie mit der Bestätigung Ihrer Anmeldung.
Teilnahmebeitrag (MwSt. frei):EURO 320,00
Studierende (mit Nachweis):EURO 120,00
Die Teilnahmegebühr versteht sich inklusive der Pausengetränke, des Mittagessens und der Seminarunterlagen. Bitte zahlen Sie die Gebühr erst nach Erhalt der Rechnung.
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