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Online Seminar

Generalentwässerungsplanung

Ganzheitliche Betrachtung unter Berücksichtigung von Klimawandel, Demographie, Überflutungs- und Gewässerschutz sowie Wirtschaftlichkeit
Inzwischen planen und bauen fast alle Städte und Gemeinden in Deutschland ihre Entwässerungsmaßnahmen auf der Basis eines Generalentwässerungsplans (GEP). Ein GEP wird aufgestellt, um langfristige Entwicklungen wie beispielsweise Siedlungserweiterungen oder Änderungen im Abwasseranfall zu berücksichtigen und um einen Überblick über die Dringlichkeit und die Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen des Kanalnetzes zu gewinnen. Wie es geht zeigen wir Ihnen im Rahmen unserer geplanten Veranstaltung detailliert auf!
  • GeneralentwässerungsplanungOnline
    19. - 20. Mai 2021
  • GeneralentwässerungsplanungOnline
    14. - 15. September 2021
  • Kosten (MwSt. frei)
    Teilnahmegebühr:EUR 480,-
    (50% Nachlass ab der 2. Person einer Institution)

    Studenten (mit Nachweis): EUR 120,-


    Die Seminargebühr versteht sich neben der Teilnahme inklusive der digitalen Seminarunterlagen, technischer Probedurchläufe sowie der Teilnahmebescheinigung.


    Die Veranstaltung findet ONLINE an zwei verschiedenen Terminen statt. Sie melden sich zu Ihrem Wunschtermin an, können aber frei wählen, wann Sie sich an den zwei angebotenen Seminartagen dazu schalten. Damit haben Sie volle Flexibilität und verpassen nichts.


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Städtische Abwassersysteme bestehen aus einer Vielzahl einzelner Komponenten, wie z. B. Kanälen, Becken, Überläufe, Pumpwerke etc., die sich gegenseitig in ihrer Wirkung stark beeinflussen. Die Beurteilung der Leistungsfähigkeit einzelner Komponenten oder deren Planung kann sachgerecht nur erfolgen, wenn alle notwendigen Eingangsgrößen definiert sind und wenn diese gegenseitigen Beeinflussungen von ihrer Größe her bekannt sind. Zur Ermittlung dieser Wechselwirkungen innerhalb des Gesamtsystems wird der Generalentwässerungsplan (GEP) oder Generalkanalisationsplan (GKP) als Analyse- und Planungsinstrument eingesetzt und kann in Deutschland als aktueller Stand der Technik angesehen werden.

Der GEP dient hierbei dazu, langfristige Entwicklungen, wie beispielsweise geplante Sanierungsmaßnahmen, Siedlungserweiterungen, Änderungen im Abwasseranfall oder auch einen bevorstehenden Klimawandel zu berücksichtigen, um damit einen Überblick über die Dringlichkeit von Sanierungsmaßnahmen des Kanalnetzes zu gewinnen. Durch Entwicklung und Vergleich verschiedener Szenarien können wirtschaftliche Varianten erarbeitet werden. Durch den GEP werden damit die Weichen für umfangreiche Investitionen gestellt. Die Möglichkeiten einer Optimierung in ökonomischer und ökologischer Sicht sind deshalb weitaus größer, als beispielsweise in der Entwurfs- und Ausführungsphase einer klassischen Planung. Aus diesem Grund wird beim GEP das Entwässerungssystem neben der Analyse des Ist-Zustandes anhand diverser Kriterien, insbesondere auch hinsichtlich des Prognose-Zustandes, untersucht. Somit ist die Zielsetzung für eine Generalentwässerungsplanung die Erarbeitung eines nachhaltigen ökologischen und ökonomischen Entwässerungskonzeptes für die Zukunft.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden nach der thematischen Einführung die wesentlichen Bearbeitungsschritte eines GEP beschrieben und zukunftsfähige Konzepte vorgestellt. Basis für die wirklichkeitsnahe Beurteilung von Entwässerungsanlagen sind exakte Bestandsdaten, deren Erfassung und Pflege detailliert besprochen werden. Grundlage für die Entwicklung von Lösungsvorschlägen ist eine umfassende Analyse des Entwässerungssystems mit Hilfe geeigneter Modelle. Die entsprechenden Modelle sowie die Datengewinnung zur Kalibrierung der Modelle werden im weiteren Verlauf des Programms unter Berücksichtigung notwendiger Eingangsdaten näher erläutert. Abschließend werden diverse Strategien vorgestellt, wie mit einem optimalen Einsatz von Generalentwässerungsplänen ökologische aber auch ökonomische Erfolge erzielt werden können. Praktische Beispiele vervollständigen das Programm.

19. Mai 2021 / 14. September 2021

Moderation: Dr.-Ing. Erik Ristenpart


BLOCK I - Einleitung

09:00 - 09:15 Begrüßung und Einleitung
Dr.-Ing. Igor Borovsky, Technische Akademie Hannover e. V., Hannover
09:15 - 10:00 Thematische Einführung
• Veranlassung, Regelwerke, Ziele, Bestandteile, Ergebnisse
• Anforderungen an hydraulische Leistungsfähigkeit, Gewässerschutz, bauliche Sanierung
• Grundsätzliches Vorgehen (Erhebung von Daten, Modellierung, Prioritätenwahl, Maßnahmen)
• Einbeziehung langfristiger Faktoren: Klimawandel, Demografie, Überflutungsschutz
Dr.-Ing. Richard Rohlfing, PFI Planungsgemeinschaft Hannover, Hannover
10:00 - 10:15 Diskussion
10:15 - 10:30 Pause


BLOCK II - Grundlagenermittlung - Messungen

10:30 - 11:15 Radar-Niederschlagsmessung - Aktueller Stand von Verfahren und Richtlinien
• Messung und Auswertung von Niederschlagsdaten (Aufbereitung für die Seriensimulation)
• Verwendung von Radardaten (Stand der Technik)
• Ungleichmäßige Überregnung (Thema: Bemessungsregen)
Dr. Thomas Einfalt, hydro & meteo GmbH, Lübeck
11:15 - 12:00 Niederschlags-, Wasserstands- und Abfluss-Messungen für die generelle Entwässerungsplanung
• Messkonzepte: GEP und Fremdwasseranalysen
• Durchführung von Niederschlags-Wasserstands-Abfluss-Messungen
• Niederschlags-, Trockenwetter- und Regenwetterauswertung
Dr.-Ing. Thomas Kraus, IGM Messen GmbH, Bickenbach
12:00 - 12:15 Diskussion
12:15 - 13:15 Mittagspause


BLOCK III - Werkzeuge

13:15 - 14:00 Daten für die Modellerstellung
• Zusammenhang Nachweisthema - Datenbedarf
• Qualitätsanforderungen (Aktualität, Genauigkeit)
• Teilmodelle Kanal, Fläche, SW-Einleiter
• Modellierung mit Geobasisdaten
• Modellpflege (Sanierung, Prognose)
• Visuelle Darstellung (Modell und Ergebnisse)
Dr.-Ing. Stefan Schneider, ITWH Hannover, Hannover
14:00 - 14:15 Diskussion
14:15 - 14:30 Pause
14:30 - 15:15 Kanalnetzberechnung - Vom Kanal bis zur Oberfläche
• Aufbau des Modells von A bis Z
• Modellkalibrierung
• Naturregen, Modellregen, Langzeitseriensimulation
• Koppelung Kanalnetzmodell - Überflutungsberechnungen
Dr.-Ing. Alexander Verworn, BPI Hannover, Hannover
15:15 - 16:00 Schmutzfrachtberechnung
• Schmutzfrachtberechnung als Teil des GEP (Interaktion SFB und KNB)
• Grundlagendaten und Modellerstellung
• Betriebsdaten zur Überprüfung von Modellen
• Sensitivitäten
• Neue Entwicklungen
Prof. Dr.-Ing. Ulrich Drechsel, Hochschule Darmstadt, Darmstadt (Termin Mai 2021)
Dr.-Ing. Jürgen Mang, Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen (Termin September 2021)
16:00 - 16:15 Abschlussdiskussion



20. Mai 2021 / 15. September 2021

Moderation: Dr.-Ing. Lothar Fuchs


BLOCK IV - Maßnahmen und Beispiele

09:00 - 09:45 Aktuelle Entwicklungen zur Bewirtschaftung und Behandlung von Misch- und Niederschlagswasser
• Handlungsbedarfe und Ziele bei der Niederschlagswasserbewirtschaftung
• Messen und Überwachen im Fokus
• F&E bei Optimierung und Neubau von Behandlungsanlagen
Dipl.-Ing. Birgit Wienert, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Düsseldorf
09:45 - 10:00 Diskussion
10:00 - 10:15 Pause
10:15 - 11:00 Emissions- und immissionsseitige Bewertung der Regenwassereinleitungen anhand eines Beispielgewässers in Hamburg
• Vorstellung des Gewässers und vorhandener Bauwerke
• Anwendung DWA-A 102, Teil A und B
• Maßnahmen zur Minderung der Defizite
Kerstin Kornmayer, M. Eng., ifs Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie mbH, Hannover
11:00 - 11:45 Überflutungsprüfung und Überflutungsschutz
• Anforderungen der Richtlinien / Arbeitsblätter
• Überflutungsberechnung mittels 2D-Simulation
• Maßnahmen zum Überflutungsschutz
Dr.-Ing. Lothar Fuchs, ITWH Hannover, Hannover
11:45 - 12:00 Diskussion
12:00 - 13:00 Mittagspause
13:00 - 13:45 Generalentwässerungsplan Schmutzwassernetz Stadt Laatzen
• Messkampagne und Datenauswertung einschließlich Fremdwasseranalyse
• Kalibrierung Kanalnetzmodell für Trocken- und Regenwetter
• Sanierungsplanung und Überflutungsberechnung
Dr.-Ing. Erik Ristenpart, ifs Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie mbH, Hannover
13:45 - 14:00 Diskussion
14:00 - 14:15 Pause
14:15 - 15:00 GEP in der Praxis: Hydraulisches Sanierungskonzept am Beispiel der Stadt Bielefeld
• Ist- und Prognose-Zustand
• Sanierungsprioritäten und Finanzplanung
• Ganzheitliche Umsetzung von Maßnahmen
• Aktualisierung und Fortschreibung des GEP
Dipl.-Ing. Andrea Hollenberg, Umweltbetrieb Stadt Bielefeld, Bielefeld
15:00 - 15:45 GEP: Aufstellung und Fortschreibung in der Praxis
• Sanierungsstrategie, Hydraulik und Gewässerschutz, Netzbewirtschaftung, Bauprogramm
Dipl.-Ing. Udo Eggert, TBR Technische Betriebe Rheine, Rheine
15:45 - 16:00 Abschlussdiskussion